Amerikanische Sitten und Gepflogenheiten

amerikanische sitten und gepflogenheiten

Andere Länder, andere Sitten – wer ins Ausland reist, sollte sich vorab über länderspezifische Gepflogenheiten informieren, um keine Probleme zu bekommen. Während die Missachtung einiger Sitten lediglich dazu führen kann, dass man sofort als Tourist entlarvt wird, können andere Handlungen sogar zu hohen Bußgeldern führen.

Und es gibt einige ungeschriebene amerikanische kulturelle Vorschriften, die dich verblüffen werden. Deshalb haben wir für dich eine Übersicht mit Dingen zusammengestellt, die du als Tourist in den USA beachten solltest.

Trinkgeld

Ist man mit dem Service zufrieden, gibt man Trinkgeld. So lautet die allgemeine Regel. Aber die Kellner in Restaurants in den USA leben vom Trinkgeld, denn ihr Stundenlohn reicht kaum zum Leben. Deshalb wird in den Vereinigten Staaten erwartet, dass man gut 15 bis 20 Prozent des Rechnungspreises als Trinkgeld, den sogenannten „Tip“ hinterlässt. Auch Taxifahrer, Friseure und Hotelangestellte sollten stets ein gutes Trinkgeld erhalten. In Fast Food Restaurants und an Tankstellen ist es dagegen nicht üblich, Trinkgeld zu geben.

Übrigens: Es ist in den USA nicht üblich, dass man in ein Restaurant geht und sich selbst einen Tisch aussucht. Meist steht am Eingang ein Schild „Wait to be seated“ – man wird also von einem Angestellten platziert.

Jaywalking

In de USA ist es nicht erlaubt, eine Straße zwischen zwei Kreuzungen zu überqueren – das nennt man im Englischen Jaywalking. Du solltest immer bis zur nächsten Kreuzung oder zum nächsten Zebrastreifen gehen. Das ist auch zu deiner eigenen Sicherheit empfehlenswert, denn Autofahrer sind es nicht gewohnt, dass plötzlich einfach jemand irgendwo die Fahrbahn betritt.

Konservatismus

Amerikanische Sitten sind häufig mit der Religion verbunden. Egal wie modern und weltoffen ein Amerikaner ist, die Kirche spielt im Alltagsleben der meisten Amerikaner eine zentrale Rolle. Ungefähr 80 Prozent aller Amerikaner bezeichnen sich als „Christen“. Allerdings zählen dazu nicht nur Protestanten und Katholiken. In den USA gibt es Hunderte, vielleicht sogar Tausende von Religionsgemeinschaften mit den unterschiedlichsten Ausprägungen, die vom Staat als Kirchen anerkannt sind. Besonders faszinierend sind die sogenannten Mega- und Giga-Kirchen, bei denen 2.000 und mehr Besucher zu einem Gottesdienst kommen.

Den meisten Amerikanern gemein ist ihre Auffassung zu den kulturellen Normen in den Vereinigten Staaten. Einfach gesagt: Die Mehrheit der Amis sind ziemlich konservativ und prüde. Pornografie und Nacktheit sind im Alltag normalerweise große Tabuthemen und oben ohne am Strand zu liegen ist verpönt.

Komplimente

Amerikanische gesellschaftliche Normen können manchmal befremdlich auf Ausländer wirken. Ein gutes Beispiel hierfür sind die überschwänglichen Komplimente, die Amerikaner einem machen. Äußerungen wie „I love your hair“ oder „You are so awesome“ sollte man nicht allzu ernst nehmen. Sie dienen hauptsächlich dem Zweck, um ins Gespräch zu kommen. Am besten gibst du gleich ein paar Komplimente zurück, um nicht unhöflich zu wirken.

Mehrwertsteuer

Wer schnell noch ein Mitbringsel für die Liebsten kaufen will, der kann eine böse Überraschung erleben. Denn an der Kasse kostet das Geschenk plötzlich viel mehr, als auf dem Preisschild stand. Zu den gesellschaftlichen Normen in den USA gehört nämlich auch, dass die Mehrwertsteuer erst beim Bezahlen hinzugerechnet wird. Und diese variiert je nach Bundesstaat…Auch Preise auf der Speisekarte im Restaurant und im Supermarkt sind immer netto.

Alkohol

Soziale Regeln in den Vereinigten Staaten gibt es viele. Aber kaum etwas wird strenger überwacht, als der Alkoholkonsum. Die gesetzlichen Regelungen zum Kauf und Verzehr von Alkohol variieren in den USA regional sehr stark. In den meisten Staaten darf man erst ab 21 Jahren Alkohol kaufen. Dafür wird meist ein Altersnachweis verlangt. Du solltest also zur Sicherheit immer deinen Ausweis dabei haben.

Auch Trinken in der Öffentlichkeit ist verboten. Ein kühles Bier am Strand oder im Park kann schnell teuer werden. Wenn du eine Flasche Alkohol in der Öffentlichkeit herumträgst, muss sie zudem in einer Tüte stecken (meist verwenden die Amis hierfür braune Papiertüten). In vielen Bundesstaaten ist es außerdem verboten, wenn sich angebrochene Flaschen mit Alkohol im Auto in der Nähe des Fahrers befinden. Sie müssen stattdessen im Kofferraum transportiert werden.

Nicht drängeln

Manchmal sind amerikanische Gepflogenheiten wirklich beeindruckend. So sind die Amerikaner extrem geduldig. Wenn sie in einer Schlange stehen bringt das niemanden aus der Ruhe. Man bleibt gesittet und nicht selten entwickeln sich Gespräche zwischen den Wartenden. Als Tourist sollte man also in einer langen Schlange auf keinen Fall die Nerven verlieren und drängeln oder nach vorne stürmen, sondern sich brav einreihen.

Visum für die USA-Reise

Bevor du dich jedoch eingehend mit den sozialen Gepflogenheiten in den USA beschäftigst, solltest du dich um dein Visum für deine USA-Reise kümmern. Wenn du nur ein paar Wochen Urlaub in Amerika machen willst, kannst du ganz einfach und unkompliziert ein ESTA-Visum online beantragen.

ESTA ist eine elektronische Reisegenehmigung, die Staatsbürger von 38 Ländern, die am Visa Waiver Programm der USA teilnehmen, erhalten können. Dafür musst du nur das ESTA-Antragsformular hier auf unserer Webseite ausfüllen. Nach Zahlung der Bearbeitungsgebühr erhältst du normalerweise innerhalb weniger Stunden eine E-Mail, ob dein ESTA genehmigt wurde. Dieses Visum berechtigt zum Aufenthalt von bis zu 90 Tagen am Stück in den Vereinigten Staaten. Und da es zwei Jahre gültig ist, kannst du damit auch mehrmals einreisen.

Um deinen USA-Urlaub unvergesslich zu machen, solltest du dich auch über die wichtigsten Feiertage und Festivals in den USA informieren. Wir wünschen dir viel Spaß in Amerika!

Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie unsere Cookie-Richtlinien. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren. Ich stimme zu