Arbeiten in den USA: Wie bekommt man eine Arbeitserlaubnis für die USA?

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Wenn du in den USA arbeiten willst, dann musst du zuallererst verstehen, wie sich die Arbeitsvisa für die USA unterscheiden. Hier bekommst du notwendige Informationen, damit du bestens vorbereitet bist und dein Visum für eine Arbeit in den Vereinigten Staaten bekommst.

Die unterschiedlichen Arten von Arbeitsvisa

Um in den Vereinigten Staaten zu arbeiten braucht man ein Arbeitsvisum. Je nach Dauer der Anstellung und Art der Arbeit gibt es verschiedene Visum-Kategorien, die unterschiedliche alphanumerische Codes tragen. Diese sind für alle ausländischen Staatsbürger gleich, also auch für ein Arbeitsvisum für die USA für Deutsche.

Um ein Visum dieser Art ausgestellt zu bekommen, muss der Antragsteller einen Einstellungsvertrag oder ein Angebot für eine Anstellung bei einer Firma in den Vereinigten Staaten nachweisen. Der Arbeitgeber muss daraufhin mit dem Formular I-129 einen offiziellen Antrag zur Einstellung eines ausländischen Arbeitnehmers stellen, auch bekannt als Petition für Arbeitnehmer im Nichteinwanderungsstatus.

Hier ist ein Überblick über die unterschiedlichen Arten von Arbeitsvisa, die es gibt:

H1B: Für einen Fachberuf, der die theoretische und praktische Anwendung hochspezialisierter Kenntnisse beinhaltet und den Abschluss einer spezifischen Hochschulausbildung voraussetzt. Für diese Klassifikation ist eine Bescheinigung des Arbeitsministeriums erforderlich.

H2A: Für die zeitlich befristete oder saisonale Arbeit im landwirtschaftlichen Bereich

H2B: Für die zeitlich befristete oder saisonale Arbeit im landwirtschaftlichen Bereich. Deutsche können keinen Antrag für dieses Visum stellen.

H3: Für Auszubildende im nichtmedizinischen und nichtakademischen Bereich.

L-1-Visum: Firmeninterne Versetzung eines Managers/ leitenden Angestellten/einer speziellen Fachkraft in eine Filiale oder Tochtergesellschaft in den USA. Diese Person muss in den vergangenen drei Jahren mind. ein Jahr ständig bei diesem Arbeitgeber im Ausland geschäftig gewesen sein.

I-Visum: Für Journalisten und Medienvertreter ausländischer Medien.

J-1-Visum: Für Au-Pairs, Praktikanten, Trainees, Studierende, die ein Austauschsemester in den USA absolvieren, für Studierende mit einem Ferienjob in den USA (Summer Work & Travel)

O-1-Visum: Für Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in den Gebieten Wissenschaft, Kunst, Sport, Erziehung, Kunst oder herausragenden Leistungen in der Film- und Fernsehbranche.

O-2-Visum: Begleitende Assistenten eines O-1-Visum-Inhabers.

P-1-Visum: Für einen einzelnen Athleten, ein Team von Athleten, oder Mitgliedern einer Gruppe von Unterhaltungskünstlern, die internationale Anerkennung genießen.

P-2-Visum: Für Künstler und Personen aus der Unterhaltungsbranche, die im Rahmen eines gegenseitigen Austauschprogramms an einer Aufführung mitwirken.

P-3-Visum: Für Künstler oder Entertainer, die ein Programm darbieten, das als kulturell einmalig einzustufen ist.

Q-1-Visum: Für Teilnehmer an einem internationalen kulturellen Austauschprogramm, das eine praktische Ausbildung oder eine Arbeitsaufnahme ermöglicht. Ziel ist, dass die Teilnehmer Informationen über Geschichte, Kultur und Traditionen ihrer Heimatländer vermitteln.

Das H1B-Visum ist  jedoch das Gängigste, da es ein breites Spektrum an Jobs abdeckt und am offensten ist.

Wie erhält man ein Arbeitsvisum für die USA?

Wenn du zum ersten Mal ein Arbeitsvisum für die USA beantragst solltest du dich gründlich über die Voraussetzungen informieren  – online oder direkt vor Ort. Mit einem Touristenvisum für die USA kannst du in die Vereinigten Staaten einreisen und Kontakte knüpfen sowie zu Vorstellungsgesprächen gehen. Du darfst jedoch keine Arbeit aufnehmen und du musst das Land verlassen, wenn du Arbeit gefunden hast, um ein Arbeitsvisum zu beantragen.

Wenn du also eine Arbeit gefunden hast, muss dein Arbeitgeber das Formular I-129 ausfüllen. Wenn dieser Antrag genehmigt wurde, erhält der Arbeitgeber eine Arbeitsgenehmigung, das Formular I-797, das er dem neuen Arbeitsnehmer schicken muss, damit dieser es zusammen mit dem Visumsantrag bei der amerikanischen Botschaft in seinem Heimatland einreicht. Für den Antrag musst du die folgenden Dokumente einreichen:

  • Ein gültiger Reisepass
  • Das ausgefüllte Formular DS-160
  • Ein aktuelles Passfoto (nicht älter als sechs Monate)
  • Das originale Formular I-797 (zusammen mit einer Bestätigung des Arbeitgebers, wenn das Formular vor über zwei Monaten genehmigt wurde)
  • Weitere Dokumente, die erforderlich sind

Hinweis: Das Formular I-797 deines Arbeitsgebers garantiert noch nicht, dass du ein Arbeitsvisum erhältst.

Die Botschaft oder das zuständige Konsulat kontaktiert dich anschließend für ein persönliches Interview. Manchmal wird auch eine medizinische Untersuchung verlangt. Die Gültigkeit des Arbeitsvisums hängt von der Art der Beschäftigung ab. Ein B1 Visum zum Beispiel wird nur für sechs Monate bis maximal ein Jahr ausgestellt. Das H1B Visum dagegen für drei Jahre (und kann noch einmal um drei Jahre verlängert werden). Diese Visa sind nämlich temporäre Arbeitsvisa für die USA und der Inhaber kann diese nutzen, um einen dauerhaften Aufenthaltstitel zu erlangen. Damit kannst du einen Antrag für eine Greencard stellen oder für ein permanentes Arbeitsvisum.

Ein Arbeitsvisum für die USA zu beantragen kann lange dauern und kompliziert sein. Zögere nicht, dir professionelle Hilfe zu holen, einen auf Einwanderung spezialisierten Anwalt zu nehmen, der den Prozess vereinfachen kann, da er über viel Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt und die Tücken kennt, die es zu vermeiden gilt.

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