Gruselige und verlassene Orte in den USA

Gruselige und verlassene Orte in den USA

In den USA gibt es über 1000 sogenannte Geisterstädte (Ghosttowns auf Englisch) – die Überbleibsel von verlassenen Städten und Siedlungen. Manche davon werden einfach ihrem Zerfall überlassen und andere werden als Ruinen konserviert – teilweise mit Komparsen, teilweise muss man Eintritt bezahlen.

Hier sind fünf Geisterstädte in den USA, die definitiv einen Besuch wert sind.

Bodie

Bodie ist wahrscheinlich die bekannteste Geisterstadt in den USA. Sie wurde 1859 nordöstlich des Yosemite Nationalparks im Südwesten der Vereinigten Staaten gegründet und während des Goldrauschs hatte sie rund 10.000 Einwohner. Es gab zahlreiche Saloons, drei Brauereien und einen Rotlichtbezirk. Wegen der täglichen Schießereien auf der Main Street hatte sie schnell den Ruf der gesetzlosesten Stadt im Wilden Westen. Als die Gold- und Silberminen erschöpft waren, wanderte die Bevölkerung ab und nach mehreren Großbränden wurde die Stadt 1942 offiziell geschlossen. Aufgrund des trockenen Wüstenklimas und der kalten Winter sind rund 200 der Gebäude sehr gut konserviert und können besichtigt werden.

Calico

Calico liegt in der Majave Wüste im südlichen Kalifornien. Hier lebten zwischen 1881 und 1896 ungefähr 1.200 Menschen, die in den umliegenden rund 500 Minen nach Silber suchten. Als der Silberpreis sank, wurden diese geschlossen und die Stadt verwaiste. Heute ist die Geisterstadt eine beliebte Touristenattraktion in den USA. Ein Drittel der Gebäude sind noch original, der Rest wurde restauriert. Sie ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet und jeden Tag findet eine Wild West Show statt.

Jerome

In Jerome auf dem Cleopatra Hill in Arizona fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Reiche Kupfer-, Gold- und Silbervorkommen brachten vor über 140 Jahren die ersten Siedler in die Stadt. In ihrer Blütezeit gab es zahlreiche Saloons, Opiumhöllen, Bordelle und Restaurants. 1953 schloss die letzte Kupfermine und die Kumpel verließen die Gegend. Dafür kamen die Hippies. Trotz mehrerer Feuer sind viele historische Gebäude sehr gut erhalten. Heute gibt es hier für Touristen über 40 Galerien, kleine Bed&Breakfasts, Saloons und ein großes Hotel.

Wer auf seinem Road Trip durch die USA in Arizona unterwegs ist, findet Jerome knapp 120 Kilometer nordwestlich von Phoenix – die Geisterstadt ist definitiv einen Abstecher wert.

Rhyolite

Die Siedlung in Nevada war von 1904 bis 1916 eine wichtige Goldgräberstadt mit rund 10.000 Einwohnern und erhielt ihren Namen vom Rhyolith-Gestein, das in der Gegend vorkommt. Heute ist die Stadt ein Freilichtmuseum. Der Bahnhof ist besonders sehenswert, weil er sehr gut erhalten ist. Man kann auch mehrere Banken und das Gefängnis besichtigen.

In der Geisterstadt Rhyolite wurde auch der Film „The Air Mail“ gedreht, der 1925 erschien.

Thurmond

Einst war Thurmond eine wichtige Kohlestation für Züge der Chesapeake & Ohio Railway. Aber nach der Erfindung der Diesellokomotive in den 1950ern wurde dieser Halt überflüssig. Heute gibt es zwar noch fünf Bewohner, aber trotzdem ist der Ort optisch eine der gruseligsten Geisterstädte Amerikas. Das ehemalige Eisenbahndepot ist mittlerweile ein Museum. Außerdem ist die Stadt ein beliebter Startpunkt für Rafting-Touren auf dem New River Gorge National River.

Visum für die USA

Wer einen Urlaub in den Vereinigten Staaten plant, muss in den meisten Fällen kein Visum mehr beantragen. Da Deutschland am sogenannten Visa Waiver Program der USA teilnimmt, können deutsche Staatsbürger ganz einfach und unkompliziert online eine elektronische Reisegenehmigung, kurz ESTA, beantragen. Den ESTA-Antrag kannst du bis spätestens 72 Stunden vor Abflug ausfüllen, was auch spontane Reisen ermöglicht. In Normalfall erhältst du innerhalb weniger Stunden dein ESTA per E-Mail. Damit kannst du dann bis zu 90 Tage am Stück in den USA bleiben. Da es für 2 Jahre gültig ist, kannst du damit auch mehrmals in die Vereinigten Staaten reisen. Falls du nicht für ein ESTA infrage kommst, musst du ein herkömmliches Reisevisum für die USA bei der Botschaft oder dem zuständigen US-Konsulat beantragen. Dieser Prozess dauert jedoch sehr viel länger und meist musst du hierfür auch mehr Reiseunterlagen vorlegen. Versuche deshalb, dein Visum so früh wie möglich zu beantragen, damit es rechtzeitig vor Beginn deiner Reise ausgestellt werden kann.

Beachte, dass die ESTA-Reisegenehmigung keine Garantie für die Einreise in die USA ist. Sie ist lediglich eine Voraussetzung und erst die Grenzbeamten in den Vereinigten Staaten entscheiden, ob du amerikanischen Boden betreten darfst. Beantworte alle dir gestellten Fragen aufrichtig und ehrlich und bleibe freundlich. Vermeide Witze und Provokationen. Sonst kann es passieren, dass dir die Einreise verweigert wird und du wieder nach Hause fliegen musst.

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