Ein humanitäres Visum für die USA: Wie kann man eines erhalten?

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Ein humanitäres Visum kann auch als Visum aus humanitären Gründen bezeichnet werden und ist auch unter dem Namen Notfallvisum bekannt. Diese Art von Visum wird bei Notfällen aus humanitären Gründen an Menschen vergeben, die sonst keine Möglichkeit hätten, in die Vereinigten Staaten einzureisen.

Diese Menschen befinden sich in einer heiklen Situation und erhalten eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung.

Wer mit einem humanitären Visum in die USA reist, sollte sich bewusst sein, dass dies keinen Einwanderungsstatus verleiht und es selten länger als für ein Jahr ausgestellt wird. Das Department of Homeland Security gibt an, dass alle Individuen außerhalb der USA aufgrund humanitärer Gründe oder wichtiger Gründe zum Vorteil der Allgemeinheit ein Notfallvisum für die USA beantragen oder anfordern können

Voraussetzungen für ein humanitäres Visum für die USA

Die Einwanderungsbehörde in den Vereinigten Staaten gibt an, dass prinzipiell jeder einen Antrag stellen kann. Dazu gehören Personen, die ein humanitäres Visum benötigen, offiziell als Antragsteller bezeichnet, ein Familienmitglied, das die Reise bezahlt, aber auch ein Anwalt oder eine Organisation können den Antrag stellen.

Jeder, der diese Visumart beantragt, muss das Formular I-131 ausfüllen. Die Vereinigten Staaten gehen bei der Bearbeitung des Visumsantrags so diskret wie möglich vor, deshalb können die Anforderungen abhängig von der Situation des Antragstellers variieren. Allerdings müssen definitiv zusätzliche Unterlagen eingereicht werden, die den Fall unterstützen.

Wie weiß man, ob man für ein humanitäres Visum infrage kommt?

Ein Mitarbeiter der Botschaft wird jeden Antrag und die damit eingereichten Unterlagen genau prüfen. Diese Art von Notfallvisa für die Vereinigten Staaten werden von Fall zu Fall entschieden. Alle Umstände und möglichen Bedrohungen werden für die Entscheidung berücksichtigt.

Der Antragsteller sollte hinreichen Belege vorweisen, dass er oder sie für ein humanitäres Visum infrage kommt. Basierend auf diesen Unterlagen wird entschieden, ob das Visum genehmigt oder abgelehnt wird.

Ob du infrage kommst oder nicht hängt also vom Beamten ab, der deinen Fall bearbeitet. Normalerweise beantragen Menschen ein humanitäres Visum, deren Heimatländer nicht zu den 38 Ländern gehören, die am Visa Waiver Program der USA teilnehmen. Wenn du aus einem der teilnehmenden Länder kommst, dann ist es wesentlich einfacher und leichter, ein ESTA Visum zu beantragen. Dafür musst du lediglich das ESTA-Antragsformular ausfüllen.

Gründe für ein humanitäres Visum

Bitte bedenke, dass es keine eindeutige Regelung oder Definition für „dringende humanitäre Gründe“ gibt. Die folgenden Faktoren werden für ein Notfallvisum für die USA berücksichtigt:

  • Dringende Umstände
  • Die Auswirkungen der Umstände auf das Wohlergehen der Person
  • Die möglichen Folgen für die Person, falls das Visum nicht erteilt wird

Typische Gründe für solche Visumsanträge

In den meisten Fällen wird ein humanitäres Visum für dringende medizinische und familiäre Notfälle ausgestellt. Wenn eine Person solch ein Notfall-Reisevisum beantragt, ist es ratsam, ausreichend Belege einzureichen, die die Gründe für diesen Antrag unterstützen. Hier sind zwei Fälle, die bei der Ausstellung dieses Visums berücksichtigt werden:

Medizinische Gründe

Es ist möglich, ein humanitäres Visum für medizinische Notfälle zu beantragen. Die Nachweise, falls welche vorliegen, sollten amtlich sein, also zum Beispiel von einem Krankenhaus oder einem Arzt ausgestellt sein, aktuell sein und ein Datum sowie die Unterschrift eines Arztes statt lediglich eines Stempels haben.

Familiäre Gründe

Humanitäre Visa werden generell nicht in Fällen ausgestellt, um lediglich Familien wiederzuvereinigen. Selbst wenn es eine schwierige Situation für getrennte Familien ist, wird das Visum nur erteilt, wenn es einen dringenden Grund gibt oder beim Antragsteller ein besonderes Interesse humanitärer Natur vorliegt.

Die Beamten sind berechtigt, festzulegen, wer als Familienmitglied gilt. In manchen Fällen wird zum Beispiel das Kind eines gleichgeschlechtlichen Paares als Familienmitglied angesehen, vor allem dann, wenn der Antragsteller des Visums aus einem Land kommt, in dem die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare illegal ist oder er/sie dafür strafrechtlich verfolgt werden kann.

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