In die USA reisen, um ein Kind zu entbinden

in die USA reisen, um ein kind zu entbinden

Ein Kind, das in den USA zur Welt kommt, ist automatisch amerikanischer Staatsbürger. Deshalb reisen zahlreiche Paare – vor allem aus Asien – Richtung Amerika, um dort zu entbinden. Aber ist der Geburtentourismus in den USA legal? Hier sind ein paar Fakten und Informationen rund um eine Geburt in den USA.

Rechtliche Grundlage

1868 wurde der 14. Zusatzartikel der US-Verfassung ratifiziert. Er legt fest, dass jede Person die US-Staatsbürgerschaft erhält, die in den USA geboren wird. Damals war dies durchaus sinnvoll, denn die Vereinigten Staaten waren ein Einwanderungsland mit Bürgern aus aller Welt. Zu dieser Zeit dachte niemand daran, dass die Regelung einmal zu einem absurden Geburtentourismus in den USA führen würde, wie es ihn heute gibt.

In die USA zu reisen, um ein Kind auf die Welt zu bringen ist generell legal, aber Kritiker warnen vor Missbrauch. Denn der boomende organisierte Geburtentourismus ist eine rechtliche Grauzone. Es sind es vor allem Frauen aus China, aber auch aus Taiwan und Südkorea die in die USA reisen, um zu entbinden. Nach der Geburt kehren zwar fast alle wieder in ihre Heimatländer zurück, aber durch die Geburt in den USA hat der Nachwuchs unter anderem das Privileg, später gute Schulen und Universitäten kostenlos besuchen zu können.

Staatsbürgerschaft

Für deutsche Eltern gilt: Wenn das Neugeborene mindestens einen deutschen Elternteil hat, hat das Kind nach der Geburt automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Durch die Geburt in den USA hat es zusätzlich auch noch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Das Kind hat somit eine doppelte Staatsbürgerschaft und muss sich auch zu keinem späteren Zeitpunkt für eine der beiden entscheiden. Weitere Informationen über die ESTA USA doppelte staatsbürgerschaft finden Sie im beigefügten Link.

Geburt in den USA: Amerikanische staatsbürgerschaft geburt

Wer in den Vereinigten Staaten entbinden möchte, sollte ein paar Dinge beachten, die anders sind als in Deutschland:

  • Geburten in den USA werden häufiger hormonell eingeleitet als in Deutschland. Amerikanische Ärzte leiten oft bereits eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin die Geburt ein.
  • In amerikanischen Krankenhäusern werden sehr viel häufiger Peridualanästhesien verlangt und gegeben als in Deutschland.
  • Wesentlich höher als in Deutschland ist auch die Rate der Kaiserschnitte bei komplizierten Geburten. Manche Ärzte entbinden sogar nur per Kaiserschnitt, da sie keine Versicherung für normale Geburten haben.
  • Männliche Babys werden in den USA routinemäßig am Tag nach der Geburt beschnitten. Wer das nicht möchte, sollte den Arzt rechtzeitig darüber informieren.

Informiere dich frühzeitig über die Möglichkeiten für eine Geburt an deinem Wunschort in den USA. Die medizinische Versorgung in den Vereinigten Staaten ist generell recht gut. Aber die Ausstattung der Krankenhäuser und das vorhandene Personal können je nach Größe der Stadt und je nach Bundesstaat stark variieren. In manchen Gegenden ist es zum Beispiel sehr schwer, eine Hebamme zu finden, da sie nicht zwingend bei der Geburt anwesend sein müssen.

Es ist deshalb empfehlenswert, ein großes, renommiertes Krankenhaus zu wählen. Denn meistens beschäftigen diese Hebammen oder Geburtshelferinnen und das Risiko für Komplikationen ist hier geringer. Dann kannst du ohne große Sorgen auch als Ausländerin in den USA entbinden.

Flug und Einreise

Es ist umstritten, ob werdende Mütter beim Zweck des Besuches in den USA die Schwangerschaft und geplante Geburt angeben müssen. Die meisten verschleiern die Schwangerschaft mit weiter Kleidung und geben sich als Touristin aus.

Egal ob man einen Urlaub in den USA oder die Geburt des Kindes plant, man braucht ein touristenvisum für USA. Staatsbürger aus 38 Ländern, die am Visumbefreiungsprogramm
teilnehmen, darunter auch Deutschland, können ein ESTA beantragen. Diese elektronische Reisegenehmigung ist für 2 Jahre gültig und berechtigt zum Aufenthalt in den USA für bis zu 90 Tage am Stück.

Informationen rund um die ESTA-Anmeldung und das Antragsformular findest du hier auf unserer Webseite. Fülle einfach den Antrag online aus. Das geht schnell und ist unkompliziert. Nach dem Abschicken und der Zahlung wird dein ESTA normalerweise innerhalb weniger Stunden bearbeitet. Anschließend erhältst du deine elektronische Reisegenehmigung per E-Mail. So kannst du in den USA mit einem Touristenvisum entbinden. Einzige Voraussetzung: Du darfst mit dem ESTA nicht länger als 90 Tage im Land bleiben.

Auch für eine Familienreise in die Vereinigten Staaten musst du ein ESTA beantragen. Ein Antrag für die ganze Familie spart dabei viel Zeit und vereinfacht das Prozedere.

Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie unsere Cookie-Richtlinien. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren. Ich stimme zu