Sieben Länder, die du nicht besuchen solltest, wenn du in die USA reisen willst

Sieben Länder, die du nicht besuchen solltest, wenn du in die USA reisen willst

Eigentlich ist es für deutsche Staatsangehörige recht einfach, für einen kurzen Aufenthalt in die USA zu reisen. Da Deutschland eines der 39 Länder ist, die am sogenannten Programm für visumfreies Reisen or Visa Waiver Program (WPA)teilnehmen, müssen Reisende lediglich eine elektronische Reisegenehmigung, kurz ESTA für USA, online beantragen. Aber es gibt Fälle, in denen du dabei Probleme bekommst. Wir erklären dir, wie du trotzdem in die USA reisen kannst.

Welche Länder sollte ich nicht besuchen, wenn ich in die USA einreisen möchte?

Schon während Barack Obama’s Zeit als Präsident gab es Länder, die US-Reisende nicht besucht haben sollten, falls sie in die USA reisen wollten:

  • Iran
  • Irak
  • Libyen
  • Sudan
  • Somalia
  • Jemen
  • Nordkorea

Der jetzige Präsident der USA, Donald Trump, hat zudem noch ein weiteres Land zu dieser Liste hinzugefügt. Neu ist, dass nun auch Nordkorea zu diesen Ländern gehört. Das heißt, dass Reisende, die in den letzten acht Jahren in eines dieser Länder gereist ist, ab sofort nun nicht mehr per ESTA in die USA einreisen können, sondern künftig ein reguläres Tourismus- oder Geschäftsvisum beantragen müssen.

Wenn Sie also in Betracht ziehen, die USA zu besuchen, aber in einem oder mehreren der sieben Länder waren, müssen Sie sowohl das ESTA-Visum als auch ein herkömmliches Touristenvisum beantragen. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass ESTA auch dann abgelehnt werden kann, wenn Sie die sieben oben aufgeführten Länder NICHT besucht haben, z. B. wenn Sie eine der Fragen falsch beantwortet haben. Achten Sie also genau auf Details und Richtigkeit, wenn Sie den Antrag ausfüllen.

ESTA-Antrag: Voraussetzungen

Wer privat oder geschäftlich für maximal 90 Tage in die USA reist, muss ein ESTA beantragen. Die Schritte zum ESTA-Antrag sind sehr unkompliziert. Reisende aus den WPA-Ländern benötigen lediglich einen elektronischen Reisepass in dem sowohl ein biometrisches Passfoto als auch zwei Fingerabdrücke digital gespeichert sind.

Im Formular musst du neben personenbezogenen Daten auch Angaben zu deiner Reise machen und ein paar sicherheitsrelevante Fragen beantworten. Hier musst du auch angeben, ob du in einem Land warst, das als Rückzugsort für Terroristen gilt, und was der Grund deines Aufenthalts war.

Normalerweise erhältst du innerhalb weniger Stunden eine E-Mail mit der Benachrichtigung, ob dein ESTA genehmigt oder abgelehnt wurde. Aber in einigen Fällen kann es sein, dass du kein ESTA beantragen kannst.

Probleme ein ESTA zu bekommen

Irak, Iran, Jemen, Sudan, Syrien, Libyen und Somalia – das sind die Länder, die derzeit von den USA als problematisch eingestuft werden, da sie als Hochburgen für Terroristen gelten. Die amerikanische Regierung versucht nicht nur Staatsbürgern dieser Länder die Einreise zu verweigern, sondern diese auch für Reisende zu erschweren, die sich in diesen Ländern aufgehalten haben. Dies soll angeblich die Sicherheit erhöhen.

Wer demnach am oder nach dem 1. März 2011 in einem dieser Länder war, bekommt häufig kein ESTA, sondern muss ein Visum direkt bei der US-Botschaft oder dem zuständigen Konsulat beantragen. Das ist viel Aufwand, vor allem für Geschäftsreisende.

Aber es gibt ein paar Ausnahmeregelungen für die folgenden Personengruppen:

  • Personen, die im Auftrag internationaler Organisationen, regionaler Organisationen und subnationaler Verwaltungseinheiten im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgaben in den Irak, den Sudan, nach Iran oder Syrien gereist sind;
  • Personen, die im Auftrag einer humanitären Nichtregierungsorganisation im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgaben in den Irak, den Sudan, nach Iran oder Syrien gereist sind;
  • Journalisten, die zum Zwecke der Berichterstattung in den Irak, den Sudan, nach Iran,  oder Syrien gereist sind;
  • Personen, die nach Abschluss des gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (Joint Comprehensive Plan of Action) vom 14. Juli 2015 aus rechtmäßigen geschäftlichen Gründen nach Iran gereist sind; und
  • Personen, die aus rechtmäßigen geschäftlichen Gründen in den Irak gereist sind.

Jeder Fall wird individuell geprüft und ob ein ESTA-Antragsteller die Ausnahmegenehmigung erhält, wird von Fall zu Fall entschieden.

Auch Staatsangehörige, die neben der Staatsangehörigkeit eines VWP-Landes auch noch die irakischem iranische, syrische oder sudanesische haben, erhalten im Regelfall kein ESTA mehr. Auch ihnen können aber in Ausnahmefällen Genehmigungen erteilt werden.

Zweitpass bei Reiseproblemen

Um Probleme bei der Einreise zu vermeiden, können sich Betroffene auch einen zweiten Reisepass ausstellen lassen. Natürlich ist so etwas keinesfalls die Norm und ein Zweitpass wird nur in Ausnahmefällen genehmigt. Denn grundsätzlich hat jeder deutsche Staatsbürger nur einen deutschen Pass. Aber man kann einen Zweiten bekommen, wenn man beispielsweise sonst nicht in ein Land einreisen dürfte. Wer beruflich viel unterwegs ist könnte zudem einen weiteren benötigen, weil er sonst die benötigten Visa nicht rechtzeitig bekommt. In jedem Fall ist bei der Beantragung eine ausführliche schriftliche Begründung vorzulegen und diese wird dann genau überprüft.

Bei der Einreise in die USA ist ein zweiter Pass aber keine Lösung, um Probleme zu umgehen. Denn man muss sich vorab online registrieren und dabei alle Passnummern angeben sowie die Länder, in die man gereist ist. Dabei sollte man unbedingt alle Angaben korrekt und aufrichtig machen und nichts verheimlichen, sonst könnte das ESTA bzw. das Reisegenehmigung verweigert werden.

Kümmere dich am besten rechtzeitig um deinen ESTA-Antrag, vor allem wenn du in den vergangenen Jahren eines der genannten Länder besucht hast. Möglicherweise wird dein ESTA abgelehnt. Dann musst du ein Nichteinwanderungsvisum für die USA beantragen und für ein Interview in die Botschaft oder das Konsulat der USA. Und die Bearbeitung eines Visumsantrags dauert in der Regel etwas länger.