USA verschärfen Vorschriften für Visa Waiver Länder

USA verschärfen Vorschriften für Visa Waiver Länder

38 Nationen nehmen am sogenannten Visa Waiver Programm (VWP) der USA teil. Staatsbürger dieser Länder müssen kein Visum für die USA beantragen, sondern benötigen für die Einreise in die Vereinigten Staaten lediglich eine ESTA-Reisegenehmigung.

Sie können sich damit ohne Visum bis zu 90 Tagen in den USA aufhalten – egal ob aus beruflichen oder privaten Gründen. Und das Programm ist beliebt. Jedes Jahr reisen über 20 Millionen Menschen mit einem ESTA in die USA.

Die Forderungen der USA

Nun hat die Trump-Regierung diese 38 Länder aufgefordert, die Kontrollen von Reisenden in die USA zu verschärfen. Dafür sollen auch Informationen zur Terrorismusbekämpfung von den USA eingesetzt werden, um Reisende zu überprüfen.

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende auch nach Ablauf ihres Visums in den USA bleiben. Die Vereinigten Staaten verlangen nun von den Visa Waiver Ländern, aus denen sich mindestens zwei Prozent der Reisenden illegal im Land aufhalten, eine Aufklärungskampagne zu starten. Damit soll über die Konsequenzen informiert werden, die es hat, wenn man seine Aufenthaltserlaubnis überzieht.

2016 gehörten laut Aussage des US-Heimatschutzministeriums Griechenland, Ungarn, Portugal und San Marino zu den Staaten, aus denen über zwei Prozent der US-Reisenden länger als erlaubt im Land blieben. Viele sind sich nämlich nicht bewusst, welche Auswirkungen so ein „Overstay“ hat. Wer seinen Aufenthalt in den USA mit einem ESTA mutwillig überschreitet, dem wird definitiv ein neuer ESTA Antrag verweigert. Er oder sie kann NIE wieder im Rahmen des Visa Waier Program in die USA reisen. Für eine geplante Reise muss dann immer ein Visum bei der US-Botschaft oder dem zuständigen Konsulat beantragt werden. Und auch das wird häufig abgelehnt, wenn man einmal sein Visum „überzogen“ hat. Ist man sogar 180 Tage oder noch länger geblieben als erlaubt, dann wird man mit einem Einreiseverbot von 3 bis 10 Jahren belegt. Du solltest dir also bewusst sein, dass selbst ein kleiner „Overstay“ von wenigen Tagen deine Chancen auf ein neues US-Visum erheblich beeinträchtigen kann.

US-Präsident Donald Trump versucht bereits seit Längerem, die Vorschriften für diejenigen zu verschärfen, die die Vereinigten Staaten besuchen oder dort leben wollen und nennt eine erhöhte Sicherheit als Grund für die Restriktionen.

So müssen USA-Reisende u. a. bereits seit Oktober mehr Zeit am Flughafen einplanen. Denn sie müssen am Check-in, bei der Dokumentenkontrolle oder am Gate damit rechnen, dass Airline-Mitarbeiter sie zu ihren Reiseabsichten befragen.

ESTA online beantragen

Auch Deutschland ist Mitglied im Programm für visumfreies Reisen. Seit dem 12. Januar 2009 müssen alle Staatsangehörigen von VWP-Ländern, die aus geschäftlichen oder privaten Gründen für maximal 90 Tage in die USA reisen wollen, eine elektronische Reisegenehmigung, kurz ESTA beantragen. Zu den ESTA-Zulassungsvoraussetzungen gehört unter anderem, dass man einen elektronischen Reisepass benötigt. Dieser muss ein biometrisches Passbild sowie zwei digital hinterlegte Fingerabdrücke enthalten.

Deinen ESTA-Antrag kannst du ganz einfach und unkompliziert stellen – hier auf unserer Webseite. Du kannst ihn zwar bis spätestens 72 Stunden vor deiner Abreise einreichen, aber wir raten dir, das Formular so früh wie möglich auszufüllen. Denn wenn dein ESTA abgelehnt wird, hast du sonst nicht ausreichend Zeit, um ein herkömmliches Visum zu beantragen.

Im Formular musst du Angaben zu deiner Person und zu deinen Reiseabsichten machen. Außerdem werden dir ein paar sicherheitsrelevante Fragen gestellt. Wenn du einen ESTA-Antrag mit Vorstrafe stellst, ist es wichtig, dass du alle Vorstrafen aufrichtig und ehrlich angibst. Ob dein ESTA genehmigt wird, hängt von der Art der Verurteilung ab. Informiere dich am besten vorab, ob du ein ESTA bekommen kannst oder nicht.

Beachte: Die elektronische Reisegenehmigung erlaubt dir, die Reise anzutreten (und ist eine Voraussetzung für die Reise in die USA), ist jedoch noch keine Garantie für eine Einreise in die Vereinigten Staaten. Erst die Grenzbeamten am Flughafen oder Hafen entscheiden letztendlich, ob du einreisen darfst.

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